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VfL-Trainerin Danuta Brinkmann war mit dem Auftritt
einverstanden. Alle zehn Spielerinnen des Kaders kamen zum Einsatz.
Nach 78 Minuten Netto-Spielzeit hatte der VfL Oythe die
ersten drei Punkte der neuen Saison im Sack. Mit
einem 3:0 (25:21, 25:20, 25:22) gewannen
die Volleyballfrauen das Zweitligaduell gegen
die Skurios Volleys Borken und begaben sich
anschließend gut gelaunt zum gemeinsamen Mannschaftsabend in
eine Vechtaer Pizzeria.
Der Forderung von Danuta Brinkmann nach einem Auftaktsieg war
das Team konzentriert nachgekommen, was die VfL-Trainerin am
Samstagabend so kommentierte: "Ja, so hatte ich mir das
vorgestellt. Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden." Der
Sieg war im Prinzip ungefährdet, obwohl
sich Oythe in allen drei Sätzen kleine
Schwächeperioden leistete, in denen die Gäste aus
Westfalen oft durch die Mitte zum Erfolg kamen. Wichtig war jedoch,
dass das Team mit seinen vier Neuzugängen als
Ganzes schon recht gut harmonierte. Kleine Einschränkung:
Der Gegner verlangte den VfL-Frauen nicht alles ab. Das dürfte
am kommenden Samstag beim zweiten Saisonauftritt in der Halle des
amtierenden Vizemeisters TV Gladbeck schon ganz anders aussehen.
Großes Plus waren am Samstag die Schlagkraft von
Außenangreiferin Sandra Cabanska und die ebenfalls
hohe Punktefrequenz von
Diagonalspielerin Zuzana Buchlova.
Cabanska machte zudem einige Zähler mit ihren starken Aufschlägen und erhielt zur Belohnung die Goldmedaille als MVP (Most Valuable Player, wertvollste Spielerin) des Siegerteams. Diese neue Errungenschaft der Volleyball Bundesliga (VBL) führt am Saisonende zur Ermittlung der wertvollsten Spielerin der Liga; wer die meisten Goldmedaillen gesammelt hat, ist die Nummer eins; die beste Spielerin des Verliererteams erhält nach jedem Spiel eine Silbermedaille. Ein kleines Präsent von der Mannschaft zum nachgereichten Abschied bekam die zum Drittligisten TV Cloppenburg gewechselte Zuspielerin Vanessa Hansmann, die wie Birgit Beuse und Jasmin Sackbrook - beide hatten ihr Laufbahn beendet - bei der Saisonpremiere unter den 225 Zuschauern in der Antonianumhalle war. Die Ex-Oytherinnen sahen einen etwas zähen Beginn, nach dem sich der VfL aber absetzte. Über 8:7 und 16:12 ging es zum soliden 25:21. In der Startformation stand als einziger Neuzugang Natalie Aksamit, die im Mittelblock und in der Annahme ihre Hausaufgaben gut erledigte. Im Verlauf des zweiten Durchgangs kamen Aleksandra Niemiec und Joanna Domagala dazu, wobei Niemiec gleich bis zum Ende durchspielte und schon andeutete, dass sie Außen eine Alternative ist. Durchgang zwei ging nach 8:5 und 16:11 mit 25:20 an Oythe.
Die erst 19-jährige Zuspielerin Louisa Janning (aus Gladbeck gekommen) kam im dritten Satz zum Zuge. Als es nach 12:7 und 19:14 bei 20:18 noch einmal eng zu werden drohte, beorderte Brinkmann Kapitän Paulina Brys zurück auf die Position der Stellspielerin. Über 23:19 ging es dann um gefeierten 25:22, das Aksamit mit einem Schmetterschlag im ersten Matchball perfekt machte. Danuta Brinkmann bilanzierte: "Gut war, dass alle gespielt haben. Auch wenn am Anfang noch nicht alles funktionieren kann." Aber fürs erste Spiel war es schon ganz ordentlich.