Volleyball Bundesliga

Zwei Punkte nach Berg- und Talfahrt geholt

Zwei Punkte nach Berg- und Talfahrt geholt
MVP-Ehrung: Renata Sandor und Mona Elwassimy (Foto: Burkhard Kroll)
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Köpenicks Trainer Benedikt Frank jubelte nach Spielende mit seiner Mannschaft: Mit einigem Krampf, viel Kampfgeist und zeitweise richtig gutem Volleyballspiel hatte der Köpenicker SC die Gäste vom Allianz MTV Stuttgart mit 3:2 (25:18, 18:25, 27:25, 11:25 und 15:13) besiegt und die ersten beiden Punkte in die Hauptstadt geholt. Dabei machten es ihm seine Mädels während des Spiels durchaus nicht leicht - zu heftig waren die von der Mannschaft ausgelösten Ausschläge auf der Gefühlsskala.  

Im ersten Satz starteten die Gastgeber mit einigen Unsicherheiten in der Annahme. Stuttgart nutzte die Chance, führte schnell mit 12:7, ehe der KSC nunmehr auf Betriebstemperatur und seinerseits mit konzentriertem Aufschlagspiel (Pia Riedel!) die zeitweise unabgestimmte Gästedeckung unter Druck nahm. Sehr konzentriert agierten die Berlinerinnen, spielten variabel und nicht nur die Diagonale Kindra Carlson, sondern Lauren Barfield im Mittelblock/Schnellangriff holten sich die Punkte. Der klare Satzerfolg mit 25:18 war der Lohn - so konnte es weitergehen. Ging es aber nicht. Den zweiten Satz widmete der KSC den Aufschlagkünsten von Stuttgarts Heather Meyers, die von 4:5 auf 4:13 die Berliner Annahme schlicht demontierte. Als der KSC die richtige Einstellung auf die sich wegdrehenden Sprungaufschläge gefunden hatte, konnte nur noch Schadensbegrenzung betrieben werden. 

Der dritte Satz konnte aus Berliner Sicht nur besser laufen. Hier sah man von beiden Seiten hochklassigen Sport. Kein Team konnte sich wesentlich absetzen, konzentriert jagten die Mannschaften den Bällen hinterher und viele lange Ballwechsel, gerade auch mit exzellenten Angriffsleistungen des KSC, brachten das Publikum zu anerkennenden Beifallsstürmen. Das glückliche Ende hatte - bereits in der Verlängerung - der KSC.

So hätte es ruhig im vierten Satz weitergehen können. Doch erneut produzierte Stuttgart (diesmal in Person von Papafotiou und Renkema) zwei Aufschlagserien, mit denen die KSC-Abwehr so ihre Probleme hatte. Beim Spielstand von 1:12 (!) gelang erst der zweite Punkt. Die Chance auf den Satzausgleich ließ sich Stuttgart nicht nehmen, zumal die Gastgeberinnen in diesem Satz nicht mehr zu ihrer Angriffsstärke fanden.

Der fünfte Satz musste entscheiden. Nachdem die Gäste zunächst mit 9:5 in Führung gegangen waren, gelang den KSC-Mädels mit einer konsequenten Energieleistung und kämpferisch großartiger Abwehrarbeit (Jessica Göpner bekam auch in aussichtslosen Fällen immer noch die Hand unter den Ball!) bei 12:12 zunächst der Ausgleich und im Herzschlagfinale der umjubelte Satz- und Matchgewinn.  

Der KSC feierte die ersten beiden Punkte, Stuttgart stand trotz Dominanz in einigen Spielabschnitten als Verlierer auf dem Spielfeld. Der Sieg des KSC war letztendlich dadurch geprägt, dass sich die Mannschaft nie aufgab, sich immer wieder aus schwierigen Situationen befreien und dann ihr Spiel aufziehen konnte. Kämpferisch stimmte das Auftreten der Mannschaft fast durchgängig und auch nach zwei Stunden Spielzeit legte das Team in Satz fünf noch einmal eine Schippe drauf. Auch spielerisch - immer wieder gut von Zuspielerin Mona Elwassimy in Szene gesetzt - überzeugten die Berlinerinnen über weite Strecken. Stuttgart enttäuschte keinesfalls, nutzte im Angriff seine vielfältigen Optionen und hatte mit Renata Sandor eine erfolgreiche Scorerin. 

Am nächsten Samstag kann der KSC im Lokalderby gegen den SC Potsdam erneut mit einem Heimspiel aufwarten. Die Mannschaft will es aufs Neue schaffen, gegen den Lokalrivalen den Kampf aufzunehmen und mit hoher Konzentration die eigenen Chancen zu nutzen.

published on Sunday, October 26, 2014 at 12:53 AM; created by Köpenicker SC e.V.Last modification: 10/26/14, 1:22 PM