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Der letzte Sieg um Punkte für die Landeshauptstädterinnen gegen die Mannschaft aus dem Muldental ist schon lange her. Es war am 13. Februar 2010, als ein 3:0-Auswärtssieg gelang. Nach dem folgenden Erstligajahr war es dann allerdings Ebbe für die Erfurterinnen mit Siegen gegen den Dauerrivalen - zumindest in Punktspielen. Zwar gewann Erfurt zwei Mal den Regionalpokal in Grimma in einer Schulsporthalle, doch sobald es in die enge, laute Muldentalhalle ging, waren es oft die Nerven, die versagten. So wundert es nicht, wenn Erfurts Trainer Heiko Herzberg meint: "Wir haben eine 50:50-Chance, wenn meine Mädels ruhig und konzentriert bleiben."
Er hat zwar schon mit individuell besser besetzten Teams dort verloren, doch vielleicht ist es der nicht zu übersehende Spaß und die Unbekümmertheit der jungen, neu formierten Mannschaft, die für das Ende der Negativserie sorgen. Sechs Punktspiel-Niederlagen gegen den VVG in Folge - diese Serie soll endlich beendet werden, so denken auch die Erfurter Anhänger. Die hatten zuletzt viel Spaß beim Verfolgen der Spiele. Nicht nur wegen der Siege, sondern auch, weil sich eine neue Generation von Erfurter Nachwuchs aufmacht, die Bundesliga zu erobern. Deshalb werden auch wieder einige Volleyballanhänger ihre Mannschaft nach Grimma begleiten und dort lautstark anfeuern.
Stephan Siegl